„KI in Unternehmen braucht eine Black Box, kein Ethikhandbuch“: V-Proof bei Catalunya Ràdio
Vom V-Proof – Presse und Kommunikation
Am vergangenen Sonntag kehrte Gil Blancafort, CEO und Gründer von V-Proof , in die Studios von Catalunya Ràdio zurück, um sich mit der Journalistin Xantal Llavina zu unterhalten. Neun Staffeln nach seinem ersten Auftritt in der führenden Innovationssendung „Revolució 4.0“ hat sich das Bild grundlegend gewandelt: Wir sprechen nicht mehr über Kreativität in der Werbung, sondern über das rechtliche Überleben von Unternehmen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Das Ende der „dokumentarischen Compliance“
Im Interview äußerte sich Blancafort unmissverständlich zu dem größten Risiko, dem Verwaltungsräte heute ausgesetzt sind:
„KI ohne Rückverfolgbarkeit einzusetzen bedeutet, den Wert Ihrer Marke auf einer Leinwand aufzubauen, die Ihnen nicht gehört. Wenn Sie keinen kryptografischen Nachweis darüber haben, was Ihre KI getan hat, ist das Risiko von Geldstrafen in Millionenhöhe verheerend.“
Das traditionelle Modell der Compliance – das auf der Erstellung von PDF-Dokumenten und Ethikrichtlinien basiert – hat ausgedient. Wie die Financial Times kürzlich treffend feststellte, wird die europäische Aufsichtsbehörde es nicht länger akzeptieren, „dem Algorithmus die Schuld zu geben“. Der Mensch trägt die letztendliche Verantwortung für die Entscheidungen der KI, und ohne mathematische Nachweise ist das Risiko (Deployment Risk) untragbar.
Lehren aus der Wirtschaft: Von Samsung bis Spotify
In der Sendung wurden konkrete Fälle vorgestellt, die verdeutlichen, warum die heutige Technologie ohne entsprechende Sicherheitsüberprüfung anfällig ist. Angefangen bei dem berühmten Durchsickern von Samsungs proprietärem Quellcode auf die Server von OpenAI bis hin zu den jüngsten Betrugsfällen in Millionenhöhe bei Spotify (wo Bot-Netzwerke und KI-generierte Songs die Kontrollen umgehen und Millionen an unrechtmäßigen Tantiemen generieren konnten).
Diese Fälle sind keine unvermeidbaren technischen Fehler, sondern Fehler in der Unternehmensführung. Die KI in Unternehmen benötigt eine „Black Box“, ähnlich wie in der zivilen Luftfahrt: ein unveränderliches Protokoll, das belegt, was wann und unter Einhaltung welcher Vorschriften geschehen ist.
Bestätigung der These: Das AI-TRiSM-Modell von Gartner
Die Vision von V-Proof von den Giganten der Marktanalyse unterstützt. Das Beratungsunternehmen Gartner warnt bereits davor, dass bis 2026 80 % der KI-Fehler auf Verstöße gegen interne Richtlinien zurückzuführen sein werden. Sein Vorschlag, das AI TRiSM-Framework, deckt sich voll und ganz mit unserer Architektur der „Hardcoded Compliance“: das Gesetz direkt in den Quellcode (Layer 0) einzubetten, damit die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften kein Versprechen, sondern eine unumstößliche technische Gewissheit ist.
Eine Phase unaufhaltsamen Wachstums
Das Interview bot zudem Gelegenheit, über den hervorragenden Stand des Projekts zu berichten. V-Proof läuft nach dem Abschluss seiner Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 300.000 € auf Hochtouren .
Hör dir das vollständige Interview an
Verpassen Sie nicht den Vortrag bei Revolució 4.0 (3Cat), in dem wir die Zukunft der digitalen Rechtssicherheit in Europa beleuchten.
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